Labubus: Nicht nur in aller Munde, sondern leider auch in vielen Kinderhänden
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Weichmacher (Phthalate) in beliebten Plüschmonstern nachgewiesen
Im Sommer 2025 erfasste der Hype um die beliebten Plüschmonster „Labubu“ auch Deutschland.
Doch was so niedlich dreinschaut, hat es in sich: Im Gesicht der Figuren, das aus Weich-PVC besteht, wurden im CVUA-MEL hohe Konzentrationen an Weichmachern aus der Gruppe der Phthalate nachgewiesen.
Phthalate sind chemische Verbindungen, die vor allem in PVC-Kunststoffen eingesetzt werden, um diese weicher und flexibler zu machen. Phthalate können jedoch aus dem Kunststoff ausgasen oder beim Kontakt mit Flüssigkeiten oder Fetten herausgelöst werden. Da auch Schweiß und Speichel diese Löseeigenschaften besitzen, können die Phthalate insbesondere von Kindern beim intensiven Spielen und Schmusen mit den Monstern aufgenommen werden.
Einige Phthalate führten in tierexperimentellen Studien zur Schädigung der Nachkommen und zur Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit. Außerdem können Phthalate hormonelle Störungen hervorrufen. Daher ist die Verwendung von Phthalat-Weichmachern in der EU stark reglementiert und ein Einsatz bestimmter Phthalate in Spielzeug oder anderen Erzeugnissen ab einer Konzentration von 0,1 % verboten. Dieser Grenzwert wurde in den vom CVUA-MEL untersuchten Proben um mehr als das 250-Fache überschritten.
Wegen des extremen Hypes, der hohen Nachfrage und der künstlichen Verknappung durch limitierte „Blindbox“-Verkäufe finden sich auch viele Labubu-Fälschungen auf dem Markt. Anhand der Kriterien zur Einstufung als Original (holografischer Pop Mart-Aufkleber, scanbarer QR-Code, prüfbarer Verifizierungscode), kann davon ausgegangen werden, dass es sich bei den im CVUA-MEL untersuchten Labubu-Proben ausschließlich um Fälschungen (sogenannte „Lafufus“) gehandelt hat.
Thailändische Delegation im CVUA-MEL
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Was interessiert eine thailändische Delegation am Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe (CVUA-MEL)? Was essen Thailänder:innen zu Mittag, welche Größe müssen die Laborkittel haben und in welcher Sprache verständigt man sich?
Diese und weitere Fragen stellten sich uns vor dem Besuch von Vertreter:innen der thailändischen Veterinärbehörde zur Markteröffnung für den Export von Rindfleisch nach Thailand.
Das CVUA-MEL öffnete seine Labore und ermöglichte einen Einblick in die Abläufe und Diagnosemethoden. Fragen aus der Lebensmittelsicherheit sowie der Rückstandskontrolle wurden beantwortet.
Vorher hatte die Delegation landwirtschaftliche Betriebe, Schlachthöfe, Zerlegungsbetriebe und Kühlhäuser inspiziert.
Auch wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht geklärt ist, ob deutsches Rindfleisch demnächst in Thailand auf den Teller kommt waren sich alle einig, dass es ein wertvoller und sehr spannender Austausch für alle Beteiligten war.
Auslandspraktikum in Lissabon
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Mein Name ist Nele Timmermann und ich bin Auszubildende Biologielaborantin im dritten Ausbildungsjahr beim Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe.
In diesem Jahr hatte ich die Möglichkeit sechs Wochen meines dritten Ausbildungsjahres in Lissabon, Portugal, zu verbringen. Untergebracht war ich in einer 10er WG mit anderen Jugendlichen aus Deutschland, Frankreich und Italien.
Gearbeitet habe ich bei MARE-Centro de Ciencias do Mar e Ambiente, einem Meeresbiologischen Institut auf dem Campus der Universität von Lissabon. Dort habe ich zusammen mit Bachelor- und Masterstudenten an ihren Projekten gearbeitet. Meine Aufgaben waren dabei, das Ausmessen, Wiegen, Sortieren und Identifizieren von Muscheln, Fischen und wirbellosen Tieren. Außerdem hatte ich die Möglichkeit einen Tag beim sogenannten „field work“, dabei zu sein. An diesem Tag durfte ich mit zwei meiner Arbeitskollegen aufs Meer rausfahren, um Proben zu sammeln.
Außerhalb der Arbeit habe ich viel mit meinen Mitbewohner/innen in Lissabon unternommen und auch andere Städte in Portugal entdeckt.
Insgesamt war das Auslandspraktikum für mich eine wunderbare Erfahrung, die mir sowohl persönliche als auch berufliche Einblicke gegeben hat. Ich würde jedem und jeder Auszubildenden, die Lust dazu haben, empfehlen, sich für ein Auslandspraktikum zu bewerben:)
Montags-Soiree 2025
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Unsere nächste Veranstaltung mit dem Titel „Spielzeug muss sicher sein - Das ist bei(m) Spielzeug(kauf) zu beachten!“ findet am Montag, den 08.09.2025 statt. Wir würden uns freuen, Sie ab 18:00 Uhr begrüßen zu dürfen.
Gesundheitsbedenkliche Luftballons?
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Luftballons lassen sich von Geburtstagen, Jubiläen und anderen Feierlichkeiten kaum mehr wegdenken. Aber wer weiß schon, dass bei ihrer Herstellung gesundheitsbedenkliche Stoffe wie N-Nitrosamine und deren Vorstufen entstehen können?
Das CVUA-MEL widmet sich der Nitrosamin-Problematik seit vielen Jahren und untersucht daher auch Luftballons regelmäßig hinsichtlich der Einhaltung der in Europa geltenden Grenzwerte. Seit 2023 stehen dabei neben Proben aus dem stationären Einzelhandel auch solche im Fokus der Überwachung, die über den Onlinehandel bezogen wurden. Über die Untersuchungsergebnisse sowie die Ballonherstellung im Allgemeinen informiert der WDR mit nachfolgendem Film-Beitrag vom 07.05.2025, an dem auch das CVUA-MEL beteiligt war: Servicezeit: Mittwoch, 07.05.2025 - Servicezeit - Fernsehen - WDR (ab 15:11 Min.)





